Kap. 11 . FREUNDE Splitter

„Ein Kommentar von unserem Stiftungsratsmitglied Dipl. Psychologin Kerstin Härer“ zu einem Artikel der Sueddeutschen Zeitung vom  14. April 2018

 „Spinnt das Kind?“   Artikel von Kathrin Zinkant,
Aktuelle Erkenntnisse der Hirnforschung zum Erleben und Verhalten von Jugendlichen in der Pubertät

In diesem Artikel von Kathrin Zinkant wird beleuchtet, inwiefern die überschwängliche Produktion von neuen Nervenverbindungen in bestimmten Gehirnarealen von Jugendlichen sich auf deren Verhalten und weiteren Persönlichkeitsentwicklung auswirkt. Da dieser signifikante Entwicklungsprozess eine besondere Aufnahmebereitschaft für Neues markiert, bleibt es spannend weiter zu erforschen, inwieweit bereits im Kindesalter erlernte Lebenskompetenzen eine Auswirkung auf die weitere Gehirnentwicklung und der Steuerung von Verhalten insbesondere von Jugendlichen haben.

Es werden Forschungsergebnisse dargestellt, warum manche pubertierende Teenager Verhalten zeigen, z.B. Risiken eingehen ohne sich Gedanken zu deren Auswirkungen zu machen, die kein vernünftiger Erwachsener nachvollziehen kann. Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen haben für die Erklärung dieser Phänomene Jugendliche über mehrere Jahre hinsichtlich ihrer neuronalen und hormonellen Entwicklung mittels Langzeitstudien untersucht und dabei bemerkenswerte Erkenntnisse gefunden.

Anhand von verständlichen Beispielen werden die Hintergründe der besonderen Gehirnentwicklung und Hormonwirkung in der Pubertät aufgezeigt und deren wichtigen Konsequenzen sowohl auf das Erleben und Verhalten als auch auf die wichtige Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen in dieser Entwicklungsphase, die bis weit in die Zwanziger reichen kann, erklärt.

Unter anderem wird darauf eingegangen, dass bei Jugendlichen spezifische Hirnareale noch stark im Wachstum begriffen sind. Besonders spät etablieren sich dabei Hirnregionen, die mit Planung, Impulsivität und sozialer Bindung zu tun haben.

Im Artikel werden auf der Grundlage dieser Forschungsergebnisse auch Empfehlungen zur Gestaltung von Präventionsmaßnahmen hinsichtlich riskanten Verhaltens, wie z.B. Gewalt und Drogenkonsum, für diese Zielgruppe abgeleitet, die in der Praxis sicherlich noch weiterer Validierung bedürfen.

Dass wir hier nicht mit einem ausufernden Massenphänomen konfrontiert sind, fasst die Psychologin Karina Weichold von der Universität Jena im abschließenden Statement des Artikels zusammen: "Am Ende wissen wir schon lange, dass mindestens 80 Prozent der Jugendlichen völlig problemlos erwachsen werden".

URL: https://www.sueddeutsche.de/wissen/pubertaet-spinnt-das-kind-1.3941828
Copyright: Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle: SZ vom 14.04.2018


Unsere langjährige FREUNDE Trainerin Frau Cornelia Korreng hat 2 bemerkenswerte Bücher geschrieben, die viel Erfahrungswissen aus ihrer langen Berufs-tätigkeit wiedergeben.

„Die beste Zeit ist jetzt! Das Selbstfürsorgebuch für Erzieher/Innen“
im Don Bosco Medien Verlag – 17,95 Euro

Das Buch greift typische Kita-Situationen auf und zeigt, wie diese mit mehr „Luft zum Atmen“ gestaltet werden können. Es hilft Ihnen Stressmomente zu entschärfen, eingefahrene Handlungs- und Denkmuster zu erkennen und diese in kleinen Schritten zu verändern. Für jeden Tag ein Motto für sich persönlich, fürs Team und für die pädagogische Arbeit.
Leserstimmen: „Für den Alltagsgebrauch, flüssig geschrieben, ansprechend gestaltet, hilfreiche Dankanstöße.“


Selbstfürsorge - Themenkarten.
Die Themenkarten für Teamarbeit, Coaching, Seminare – 19,95 Euro
Das Buch und die Themenkarten sind bei Amazon oder beim Don-Bosco-Verlag erhältlich.
Zur Vertiefung und Nachhaltigkeit können Sie an einem Seminar zur Selbstfürsorge teilnehmen oder für Ihre Einrichtung eine Teamfortbildung buchen: www.entwicklung-und-bildung.de 


Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz

Gesundheitskompetenz ist heute eine unverzichtbare Voraussetzung, um die zahlreichen Anforderungen der Gesundheitserhaltung meistern, sich bei Gesundheitsproblemen und Krankheiten die nötige Unterstützung sichern und in unserem komplexen Gesundheitssystem zurechtfinden zu können.Die Ergebnisse können Sie hier lesen: Download Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz